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ZURUECK

Jakksens Erben - Teil 4

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Als ich am naechsten Morgen auf den Markt ging, frische Maeuse fuer meine Schuetzlinge zu kaufen, hatte ich kaum 10 Schritte getan, als ich den harten Lauf einer Shottgann zwischen meinen Schulterblaettern spuerte. Jemand schien nicht ganz zufrieden mit meiner Arbeit. Ich versuchte, gelangweilt auszusehen, waehrend ich meine Haende hob. Grinsend kam Warlterr aus einer Seitengasse hervor und trat auf mich zu. Das Grinsen war ein schlechtes Zeichen. Wenn er versuchte, sarkastisch zu sein, hiess es, dass es Angst hatte. Angst gebiert Hass. Die aufgehende Sonne stand in seinem Ruecken, ein Arrangement, dass mich wohl verunsichern wollte. Wie konnte er ahnen, dass ich den Anblick der Sonne liebte, selbst wenn sie mich blendete?

"Jakksen, Jakksen, Jakksen. Ich bin enttaeuscht. Und weisst du auch, warum?"
Ich sah in die Sonne und laechelte. "Skorpione sind schwierig vorherzusehen. Ist etwas schiefgelaufen?"
Warlterr spuckte vor mir auf den Boden, eine Geste, die wohl veraechtlich und zornig wirken sollte, aber irgendwie verlegen herueberkam. Damit konnte er humanische Kinder erschrecken, mehr nicht. Ich nehme an, dass er selber Verstaendnis fuer dass Missgeschick hatte, aber seine Vorgesetzten auf diese Charade bestanden. "Er lebt. Der Skorpion hat ihn erwischt, aber der Stich hat ihn nicht getoetet."
"Er hat eine starke Konstitution, Warlterr. Vielleicht hat der Verwuchs ihn eine Resistenz bilden lassen."
"Ja, vielleicht," entgegnete der Renegat in drohendem Tonfall.
Ich entschloss mich, selber in die Offensive zu gehen. Zu viel war zu viel.
"Was willst Du damit andeuten?" knurrte ich ihm entgegen, und dass war es wohl auch was er hoeren wollte. Verletzte Berufsehre, natuerlich wuerde ich nie einen Mord absichtlich verpatzen, was fuer eine Unterstellung! Was er aber darauf erwiderte, war dennoch vollkommen ernst gemeint:
"Das naechste Mal sollte so etwas aber nicht passieren. Sonst waere ich gezwungen, dich erschiessen zu lassen, und jedes deiner Krabbeltiere einzeln zu zertreten." Keine Drohung, reine Fakten hier.

Der humanische Renegat hinter mir nahm die Shottgann herunter und blitzte mir ein schrecklich laecherliches ueberlegenes Grinsen ins Gesicht. Dann marschierte unser kleiner Trupp wieder in die "Dreikoepfige Eidechse". Uns erwartete eine unangenehme Ueberraschung: Offenbar hatte der dritte Renegat einen Streit mit ein paar anderen zwielichtigen Elementen verloren, und Warlterr und sein Handlanger mussten ihn raechen und die drei betrunkenen Sieger erschiessen, bevor wir uns unserem Geschaeft zuwenden konnten. Es war peinlich still im Schankraum nach diesem Zwischenfall, also liessen wir uns ein Hinterzimmer geben. Dieses Mal wollte der Koordinator fuer Osthanx persoenlich mit mir reden, anscheinend, um mir die Wichtigkeit der Aktion gebuerend klar zu machen, ein weiterer Grund, mit den Sicherheitsvorkehrungen nicht zu laessig zu sein.



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